
Die Schüler Fateh, Mike, Luca, Tim, Michael, Anthony, David und Jarno von der Heinrich-Drake-Realschule präsentieren stolz ihren Drucker und Transportwagen. Techniklehrer Morteza Atrsaie (links), Thomas Mahlmann vom zdi-Zentrum Lippe.MINT (zweiter von rechts) und Günter Schröder von der Firma Weidmüller (vierter von rechts) freuen sich über das Ergebnis. (Foto: Kreis Lippe)
Schüler optimieren 3D-Druck und bauen Transportwagen
Detmold. Einen 3D-Drucker für den Einsatz im Unterricht gibt es in der Heinrich-Drake-Realschule in Detmold schon seit vergangenem Jahr. Nun haben das zdi-Zentrum Lippe.MINT und die Firma Weidmüller ein gemeinsames 3D-Druck-Projekt für die Schüler organisiert. Techniklehrer Morteza Atrsaie erläutert den Grund dafür: „Wir waren mit der Funktionalität und der Qualität nicht zufrieden. Zum einen bot die Software wenige Erweiterungsmöglichkeiten und zum anderen gab es bei der Hardware Verbesserungspotential. Auch der offene Zugang zum Drucker schützte ihn nicht gerade vor den Fingern neugieriger Schüler. Um mit dem Drucker richtig im Unterricht arbeiten zu können, mussten wir ihn optimieren und einhausen.“
Über das ganze Schuljahr war der Technikkurs eingeladen, den 3D-Drucker zu optimieren und eine sichere und stabile Einhausung zu entwickeln und zu bauen. Am Tag der offenen Tür bei Weidmüller konnten nun die Ergebnisse vorgestellt werden. Heraus gekommen sind eine komplett neue Steuerung des 3D-Druckers auf Basis eines RAMPS-Boards und ein flexibler Transportwagen aus Aluminiumprofilen, der mit Plexiglasplatten verschlossen wird. Ein besonderes Feature ist die Erweiterung um einen Web-Server, über den es möglich ist, vorbereitete Druckaufträge hochzuladen, die von dort ausgeführt werden. Außerdem kann der Server den Drucker nach Beendigung des Druckauftrags herunterfahren, um Energie zu sparen.
„Wir wollten mit diesem Projekt den jungen Menschen zeigen, was mit moderner Technik alles möglich ist. Durch die vielfältigen Aufgaben in der IT, Elektrotechnik und der Metalltechnik konnten wir die Gruppe optimal aufteilen und alle Schüler nach ihren Fähigkeiten und Neigungen beschäftigen. Unseren Mitarbeitern und der ganzen Gruppe hat das Projekt viel Spaß gemacht. Das Ergebnis spricht für sich“, fügt Günter Schröder, Ausbilder von Weidmüller hinzu.
Thomas Mahlmann vom zdi-Zentrum Lippe.MINT teilt abschließend mit: „Wir arbeiten schon einige Jahre in Schülerprojekten mit Weidmüller zusammen. Die technischen Möglichkeiten, speziell in der Akademie, und die Kompetenz der Mitarbeiter und Azubis eröffnen hier Möglichkeiten für sehr hochwertige Projekte. Auch in diesem Projekt sind die Schüler über sich hinausgewachsen. Wir denken, dass so Begeisterung für diese Technik entsteht und dies auch maßgeblich die Berufswahl beeinflusst.“
Das Projekt „3D-Druck“ wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Bundesagentur für Arbeit gefördert.
Bild- und Textquelle: Kreis Lippe